„Ein starker Abgang”

Jetzt, wenn ich mal wieder bei meinen Eltern bin und da auch ein TV-Gerät vorhanden ist, da will das ja auch genutzt werden. Und so habe ich zu Weihnachten mal wieder meinen Lieblingsfernsehsender eingeschaltet: 3sat. Und da kam ein echt starker Film. Ganz durch Zufall entdeckt.

Ein Film jenseits von schlimmen Stereotypen und Berechenbarkeit. Er war einfach etwas anderes, als immer nur dieser Einheitsbrei, der einem — auch auf den Öffentlich-Rechtlichen zur Primetime — sonst so geboten wird. Kein 08/15-Scheiß, kein klassisches Happy-End und auch kein zu total ernster Film, der mit der Moralkeule auf dich eintrischt. Kein Klamauk und auch kein Kitsch.

Ein echt lustiger Film, aber durchaus mit Hintergrund und einer Intension. Einer Intension, die auch rüber kommt. Es machte Spaß, sich durch den Film führen zu lassen. Und du wirst auch wirklich geführt. Ein Vorausdenken ist nicht möglich: Immer, wenn du denkst, du weißt, wie der Hase hoppelt, kam es doch ganz anders. Der Film hat eine klare Linie, aber wechselte doch oft die Spur und überraschte.

Die Charaktere wurden gut herausgarbeitet. Und blieben auch authentisch. Kein Happy-End, bei dem sich am Ende alle total lieb hatten. Nein, die Charaktere blieben auf ihrem Standpunkt. Klar, ein bisschen Einsicht gab es am Ende schon, sonst bringt das ja gar nichts. Aber sie waren am Ende nicht auf einmal jemand ganz anderes. Und gerade das machte das Schauen zum Erlebnis.

Ein starker Abgang
Tragikomödie, Deutschland 2008
Regie: Rainer Kaufmann

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